Antike Städte in und um Fethiye

Telmessos

Geschichte von Fethiye, oder wie sie in der Antike genannt wurde von Telmessos, die an der Küstenband seit ihrer Gründung ununterbrochen besiedelt wurde, streckt sich auf einige philologische Untersuchungen nach bis in 3000 v.Chr. zurück. Es wurden aber noch keine Werke, die dieses Argument bestätigen gefunden. Die Erdbeben seit der antiken Zeit und die neue Siedlungsweise, ließen die Werke mit der Zeit verschwinden. Die Gräber im Süden der modernen Stadt sind in Felsen gegraben und verschiedene Sarkophagen, die in vielen stellen der Stadt zu finden sind, werden als die ältesten Werke bewertet, die von der antiken Zeit bis heute erhalten geblieben sind. Der berühmteste und prächtigste unter den Felsgräbern ist ohne Frage, die nach der Inschrift auf der linken Wand, der Amyntas Grab. Die Überreste der Theater, das in den letzten Ausgrabungen des Museums gefunden wurden, gibt über die Siedlung und Organisation der Stadt in der antiken Zeit wesentliche Informationen.

Kaunos

Die antike Stadt Kaunos gehörte einst zu Karien. Während es bereits im 10. Jahrhundert v.Chr. erste Besiedlungen in der Region gegeben haben soll, wurde Kaunos erstmals von dem Schreiber Herodot (5. Jhd. v.Chr.) schriftlich erwähnt, der sich selbst einen Karier von Halikarnassos (Bodrum) genannt hatte. Der Legende nach wurde die Stadt von Kaunos, Sohn von Miletos und Kyane (aus der griechischen Mythologie) gegründet. Später war sie unter der Kontrolle von Rhodos und bekannt als Peraea. Kaunos war einst ein bedeutender Hafen, ursprünglich direkt am Mittelmeer gelegen. Die 3 km lange Stadtmauer und die Tempelüberreste deuten darauf hin, daß Kaunos in der antiken Zeit eine voll organisierte Stadt war. Die Stadt, wurde in der klassischen, hellenistischen, römischen und byzantinischen Zeit intensiv besiedelt und im 10 Jh. n.Chr. verlassen.

Tlos

Im Dorf Yaka 35 km von Fethiye entfernt liegt Tlos. Obwohl die Stadt, auf einer breiten Fläche liegt, ist sie an der Akropolen und der Umgebung zentralisiert. Die Aussicht der Akropolen am Eingang der Stadt, beeindruckt die Besucher. Die Umgebung, ist an manchen Stellen mit Mauern befestigt, sie wurden in der römischen Zeit erbaut. Die Stadtmauer wurde in der byzantinischen Zeit repariert. Bei dieser Reparatur, verwendete man verschiedene Bauüberreste und Steine der Sarkophage. Am Rand der Akropolen befindet sich das Stadion, von dem nur ein paar Sitzreihen erhalten geblieben sind. Vom Bad, Theater und von der Kirche sind nur Überreste vorhanden..

Cadianda

Kadianda befindet sich im Südosten der Gemeinde Üzümlü, 24 km. von Fethiye entfernt. In der antiken Zeit befand sie sich auf der Straße von Kaunos-Araxa. Ein Teil der Stadtmauer, die Felsgraben und die lykischen Inschriften sind die an die früheste Zeit datierten Überreste. Das Theater aus der hellenistischen Zeit, wurde in der Römerzeit repariert. Das Bad, die Rennstrecke, die Agora und die Tempelüberreste, dessen Gott man nicht feststellen konnte, deuten darauf hin, daß das Trümmerfeld von Kadianda, eine in der antiken Zeit voll besiedelte Stadt war.

Pinara

In der Nähe des Dorfes Minare, 45 km von Fethiye entfernt liegt Pinara. In der lykischen Sprache hat Pinale oder Pinara die Bedeutung "Rund". Nach der Mythologie, verließen eine Gruppe von Menschen Xanthos, weil die Bevölkerung anwuchs, deshalb gründeten sie am Rande des Berges Kragos auf einem runden Hügel die Stadt Pinara. Von dieser Stadt sind heute der Felsgraben, das Bad, das Theater, die Agora und das Odeon erhalten. Diese Stadt verlor ihre Bedeutung nach dem Erdbeben im 8. Jh. n.Chr..

Letoon

Letoon befindet sich in der Nähe des Dorfes Kumluova auf der 65 km der Landstraße Fethiye- Kas. Nach einer Erzählung von Dichter Ovidius wurde die Stadt im Namen der Leto gegründet, die von Zeus schwanger geworden ist. Die ältesten Spuren einer Siedlung, führt bis in das 7. Jh. v. Chr. zurück. Die Überreste und Inschriften weisen auf ein religiöses und politisches Gelände. Im Zentrum des Trümmerfeldes befinden sich drei Tempel nebeneinander. Die im Norden ist für Leto, die in der Mitte ist für Artemis und die im Süden für Apollon gewidmet. Im Südwesten der Tempel ist ein Brunnengebäude und im Osten eine Kirche vorhanden. Im Norden der Stadt befindet sich die Stoa und das Theater aus der hellenistischen Zeit. Letoon wurde im 7. Jh. n.Chr verlassen.

Xanthos

Auf der Straße von Fethiye nach Kas, in 70 km Entfernung liegt Xantos. Sie war im antiken Zeitalter eine Zeitlang die Hauptstadt von Lykia. Die ältesten Überreste der Stadt, führen bis in das 8. Jh. v.Chr. zurück. Unter den Überresten der Stadt, die viele historischen Ereignisse überstand, sind Felsgraben, Sarkophagen und die Spitz- Grabdenkmäler der lykischen Kultur. Das renovierte Theater und die Kirche aus der frühchristlichen Zeit, kann besichtigt werden. Der Engländer Fellows, der im Jahre 1840 in der antiken Stadt Ausgrabungen durchführte, hat außer dem Nereiden- Denkmal auch viele Werke in das British Museum übertragen.

Fethiye - Museum

Das Fethiye Museum besteht hauptsächlich aus der archäologischen und der ethnographischen Abteilung. Die archäologischen Werke in einem Raum auszustellen, war die Idee der damaligen Leiter (60 er Jahre) und der erste Kern des Museums. Später wurden große Steinwerke von der Umgebung gesammelt und im neuen Museums- Gebäude in einer modernen Auffassung ausgestellt. Das Fethiye- Museum hat eine Archäologie und eine Ethnographie Abteilung. Die Werke, die in diesen beiden Abteilungen ausgestellt werden, wurden hauptsächlich aus Fethiye und Umgebung gesammelt.

statue Musem in Fethiye

Das wichtigste Werk datiert bis 3000 v. Chr. und bis an das Ende der Byzanzzeit und spielt bei der Lösung der lykischen Sprache eine sehr bedeutende Rolle. Auf dieser Stelle befindet sich ein Text in drei Sprachen. Ein anderes bemerkenswertes Werk des Museums ist "die Statue vom Mädchen mit Taube" und die zwei Frauenstatuen. Die Statue vom Mädchen mit Taube beruht auf den Kult der Artemis und bezeugt, daß sich in der Stadt ein Artemis- Tempel befand. Im Saal für Ethnographie befinden sich verschiedene regionale Handweberei Exemplare, Handstrickerei, Kaftane, Üç Etek (Drei Röcke) und silberne Schmuckstücke. In dieser Abteilung werden Außerdem eine aktive Dastartheke mit allen Bestandteilen aus Holz ausgestellt. Im Freien des Museums werden große Steinwerkblocke, Sarkophage und das "Izraza Denkmal", daß ein Exemplar der lykischen Kultur ist ausgestellt.

Quelle: Generaldirektorat für Gemälde und Museen